Manchmal entdeckt man etwas völlig unerwartet – und plötzlich ergibt vieles einen Sinn. So ging es mir vor einigen Wochen, als ich eher zufällig auf die Musik des schwedischen DJs und Musikers Ehrling gestoßen bin.
Schon nach den ersten Takten war mir klar: Genau das ist die Musik, die ich mit meinem Saxophon machen möchte.
Die Mischung aus entspannten Beats, eingängigen Melodien und dem warmen Klang des Saxophons hat mich sofort begeistert. Besonders der Tropical-House-Stil mit seinen sommerlichen Vibes und den oft getragenen Saxophon-Lines hat bei mir einen Nerv getroffen. Während ich bisher vor allem damit beschäftigt war, die Grundlagen des Saxophonspiels zu erlernen, hatte ich plötzlich ein ganz konkretes musikalisches Ziel vor Augen.
Der Weg dorthin ist bereits der Richtige
Natürlich stellte sich sofort die Frage: Wie lernt man eigentlich, solche Musik zu spielen?
Also begann ich nach Tutorials, Workshops und Lernmaterialien zu suchen. Dabei stellte ich schnell fest, dass der Weg, den ich gemeinsam mit meiner Saxophonlehrerin eingeschlagen habe, genau der richtige ist.
Denn auch im Deep House und Tropical House gelten viele der gleichen musikalischen Grundlagen:
- Improvisation verstehen und anwenden
- Pentatonische Tonleitern beherrschen
- Die Tonart eines Stückes erkennen
- Die Haupttöne und Akkordwechsel heraushören
- Passende Skalen und Melodien daraus ableiten
Je mehr ich mich mit dieser Musik beschäftige, desto mehr erkenne ich, wie wichtig das Gehörtraining und das Verständnis für musikalische Zusammenhänge sind. Es geht nicht nur darum, die richtigen Töne zu spielen, sondern auch darum, die Stimmung eines Tracks einzufangen und musikalisch darauf zu reagieren.
Hinhören, analysieren und lernen
Mittlerweile habe ich mir eine eigene Playlist zusammengestellt, die mich auf diesem Weg begleitet. Dabei höre ich die Stücke nicht nur zum Genuss, sondern versuche bewusst herauszuhören, wie die Saxophon-Melodien aufgebaut sind, welche Tonleitern verwendet werden und wie die Soli mit den Backing-Tracks harmonieren.
Es ist faszinierend zu entdecken, wie oft scheinbar einfache Melodien eine enorme Wirkung entfalten können.
Ehrling auf Tomplay
Besonders gefreut hat mich die Entdeckung, dass auf Tomplay auch einige Stücke von Ehrling verfügbar sind. Diese nutze ich mittlerweile regelmäßig zum Üben.
Das Nachspielen der Originalmelodien hilft mir dabei, ein Gefühl für Phrasierung, Timing und den typischen Stil dieser Musik zu entwickeln. Gleichzeitig motiviert es ungemein, Songs spielen zu können, die einen selbst begeistern.
Inspiration durch Jamie von „Bring Your Sax Together“
Auf meiner Suche nach Lernmaterial bin ich außerdem auf den YouTube-Kanal „Bring Your Sax Together“ gestoßen. Jamie vermittelt dort mit großer Leidenschaft und viel Praxisnähe, worauf es beim Spielen von Saxophon im Bereich House, Pop und modernen Musikstilen ankommt.
Besonders beeindruckt hat mich, wie verständlich er erklärt, wie man Backing-Tracks analysiert, die passende Tonart findet und daraus eigene Melodien entwickelt. Genau diese Fähigkeiten möchte ich in den kommenden Monaten weiter ausbauen.
Ein neues Ziel vor Augen
Als Anfänger ist es manchmal schwer, sich vorzustellen, wohin die eigene musikalische Reise führen kann. Die Musik von Ehrling hat mir ein konkretes Ziel gegeben.
Ich möchte lernen, zu House- und Tropical-House-Tracks frei zu improvisieren, eigene Melodien zu entwickeln und irgendwann vielleicht sogar eigene Musik in diesem Stil aufzunehmen.
Bis dahin liegt noch einiges an Übung vor mir. Aber gerade das macht den Reiz aus: Mit jedem neuen Stück, jeder erkannten Tonart und jeder improvisierten Phrase komme ich diesem Ziel ein kleines Stück näher.
Und wer weiß – vielleicht entsteht irgendwann einmal ein eigener Tropical-House-Track mit Saxophon, der seinen Ursprung genau in diesem Moment hatte. 🎷🌴🎶

Tutorial von Jamie von „Get your Sex together„. Link: YouTube Video
Vorbild „Yarden Saxophon“. Link: YouTube Video
Vorbild „Jimy Sax“. Link: YouTube Video






